Los proyectos de Zunzún

Welche Projekte werden von Zunzún zurzeit unterstützt?

Zunzún unterstützt mit den Beiträgen seiner GönnerInnen, von institutionellen Geldgebern und von Stiftungen zurzeit die folgenden Projekte:

Wo werden die Projekte durchgeführt?

Die meisten der bisherigen Zunzún-Projekte werden im benachteiligten Stadtviertel "La Timba", das mit seinen rund 6'000 EinwohnerInnen in unmittelbarer Nähe des grossen Revolutionsplatzes in der Hauptstadt Havanna liegt, durchgeführt. Materielle und insbesondere soziale Probleme prägen dieses "Barrio" (Viertel), seit langem: hohe Kriminalität, häusliche Gewalt, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Prostitution, hohe Arbeitslosigkeit, fehlende Freizeitmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven. Leidtragende sind vor allem die Kinder und Jugendlichen.

Plan der Timba als Zeichnung

Lageplan der Timba - eine Zeichnung von NOA

Zurzeit wird die Ausdehnung bereits erfolgreich umgesetzter Projekte – namentlich das Sportprojekt sowie jenes zur Ausbildung von QuartierleiterInnen und Kindern – auf andere Quartiere Havannas resp. Provinzen Kubas geprüft. Darüber hinaus werden laufend neue Projektanträge sorgfältig evaluiert und im Hinblick auf eine Umsetzung geprüft.

Wie arbeitet Zunzún?

Im Vordergrund der Aktivitäten von Zunzún steht die Hilfe zur Selbsthilfe – und damit die Befähigung der Kinder und Jugendlichen, sich mittel- bis langfristig selber zu helfen.

Zunzún bedient sich dabei des Ansatzes der educación popular: Die educación popular ist ein Ansatz, der Bildung als einen partizipativen und transformierenden Prozess versteht, in der das Erlernen und die Wissensaneignung auf der praktischen Erfahrung der Personen und der Gruppen selbst basiert. Ausgehend von der Sensibilisierung und dem Verständnis der Beteiligten gegenüber den Faktoren und Strukturen, die ihr Leben bestimmen, geht es darum, ihnen bei der Entwicklung von Strategien, Fähigkeiten und Techniken zu helfen, die nötig sind, um eine an der Veränderung der Realität orientierte Partizipation zu ermöglichen.

Die Ursprünge dieser Strömung, die einen großen theoretischen und praktischen Einfluss auf die Entwicklungspolitik hatte, finden sich bereits in den 1960er Jahren in den Arbeiten des brasilianischen Pädagogen Paulo Freire und in den Erfahrungen einer Vielzahl von – vornehmlich lateinamerikanischen - Organisationen. Ausgehend von der Feststellung einer ungerechten und von Ungleichheit geprägten Wirklichkeit, bestand ihr Anliegen darin, auf der Basis praktischer Erfahrung mit und von den Unterschichtmilieus aus pädagogische Werkzeuge zu schaffen, die es diesen ermöglichen würden, an ihrer konkreten Realität mitzuwirken, sie zu organisieren und zu verändern und ihr Leben zu verbessern.

Das Hauptziel der educación popular besteht somit darin, an der Konstruktion einer eigenständigen Demokratie mitzuwirken. Auf diese Weise ist Bildung als ein transformatorischer Prozess zu verstehen, in dem die beteiligten Personen selbst die maßgeblichen AkteurInnen sind.

Ein anderes Merkmal der educación popular sind ihre Methoden. Sie bestehen aus Techniken, die von der eigenen Wirklichkeit und Erfahrung der Menschen ausgehen. Mit ihrer Hilfe wird das Interesse der Gruppe geweckt und aufrechterhalten und die Beteiligung, die Reflexion, der Dialog und die Analyse innerhalb ihrer ermöglicht. In diesem Sinne liefert auch der Pädagoge/die Pädagogin nicht alle Antworten, sondern hilft lediglich dabei, dass die Gruppe die nötigen Fragen formuliert und ihre eigenen Antworten darauf findet. Diese Methode hängt direkt mit der offenen, flexiblen, partizipativen, gruppenorientierten, praktischen und erfahrungsorientierten Art der educación popular zusammen, so wie auch mit den Zielen und Werten, für die sie eintritt: partizipative Demokratie, organisatorische Entwicklung, Handlungsbefähigung, Transformation und die Veränderung des wirklichen Lebens.


Zunzun - Schweizer Entwicklungsprojekte in Kuba
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