Projektreise von Malika Kons im Februar 2015

Eine 12-tägige Projektreise führte Malika im Februar 2015 von Havanna nach Villa Clara bis zur Ciénaga de Zapata. Sie besuchte die zahlreichen Zunzún-Projekte, die Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven bieten. Überall spürte sie Motivation, Freude und den unbändigen Willen voranzukommen.

Psychosoziales «Sport-Projekt»:
Immer mehr motivierte Kinder nehmen teil

Das äusserst erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Sportprojekt, das 2007 im benachteiligten Stadtviertel La Timba in Havanna gestartet wurde, breitet sich weiter in den Provinzen Havanna, Sancti Spíritus und Villa Clara aus.

Rund 150 Multiplikatoren wurden in mehreren Workshops zu Sportcoaches ausgebildet und zur Entwicklung eigener Projekte in ihren Wohngemeinden angeleitet. Bereits jetzt setzen einige von ihnen kleine Projekte mit Kindern und Jugendlichen um. Weitere Projektvorhaben sind in der Planungsphase. Zudem entstand in Zusammenarbeit mit dem Kernteam ein zweites Handbuch, das aufzeigt, wie eigene Sportkurse entwickelt und angeboten werden können – eine sehr effektive Unterstützung der involvierten Personen.

Multiplikatoren in Havanna

 Gruppe der Multiplikatoren in Havanna

Unbeschwerte und fröhliche Kinder und Jugendliche

Die sinnvolle, sportliche Freizeitbeschäftigung animiert die Kinder sich untereinander zu solidarisieren und zu respektieren. Sie gehen lieber zur Schule und die Lernmotivation nimmt zu. Das zeigt sich unmittelbar in besseren Schulleistungen. Gewalt und Aggressionen während der Schul- und der Freizeit nehmen ab; dasselbe gilt für den Konsum von Suchtmitteln unter den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen. Die Beziehung zwischen den Kindern wird nachhaltig verbessert, sowohl in der Schule als auch in der Gemeinschaft: Nicht selten gehen sie nach den Sportstunden nach Hause und versuchen, Nachbarskinder zur gemeinsamen Fortführung der Spielaktivitäten zu bewegen. Zudem weisen sie ihre Eltern mit Erfolg auf die gesundheitlichen Risiken des Rauchens hin. Der Selbstwert der Kinder wird gestärkt und sie lernen Verantwortung für sich und ihr Umfeld zu übernehmen.

Schüler der Schule Gustavo Pozo

Die Sportprojekte von Zunzún fördern den Selbstwert der Kinder.

Es ist eine grosse Freude zu erleben, wie die Kinder dank dieser Förderung durch Sport unbeschwert spielen und sich weiter positiv entwickeln dürfen.

Für den weiteren Ausbau des Sportprojekts, das bis 2018 läuft und auf weitere Provinzen ausgedehnt werden soll, bitten wir weiterhin um Ihre Spende. Dringend benötigt wird z.B. Sportbekleidung für SchülerInnen & Coaches, die wir vor Ort in Kuba kaufen möchten.

 

Biosphärenreservat Ciénaga de Zapata:
Angehende Mikrounternehmen werden auch 2015 unterstützt

Ziel dieses Projektes ist die Erschliessung alternativer, sozial und ökologisch nachhaltiger Einkommensquellen für benachteiligte Menschen, insbesondere auch für junge Erwachsene und Alleinerziehende.

Fast 50 Personen profitierten bereits von den Beratungsdienstleistungen für angehende Mikrounternehmen. Ausgearbeitet wurde in Workshops ein Beteiligungssystem, damit das erworbene Wissen, z.B. über den Bau und den Betrieb eines Gewächshauses, an andere weiter gegeben wird.

Workshop Ciénaga de Zapata

Lernen mittels praktischer Erfahrung

Dieses Jahr sollen die einkommensgenerierenden Aktivitäten ausgebaut bzw. die weitere Gründung von Mikrounternehmen gefördert werden.

 

«EnRedAndar»:
50% der arbeitslosen Jugendlichen haben Arbeit gefunden

Ziel: Vernetzung von Jugendlichen mit Entscheidungsträgern und Fachpersonen um ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit zu erreichen (u.a. als MikrounternehmerIn)

In der dicht bevölkerten Industriestadt Moa, in der Provinz Holguín, ist die Bevölkerung durchschnittlich jünger als im Rest Kubas. Hier und in der Provinz Guantánamo unterstützt das Projekt «EnRedAndar» arbeitslose Jugendliche und alleinerziehende Mütter bei der Bildung sozialer Netzwerke und der Entwicklung gemeinsamer Strategien zur Einkommensgenerierung. Den teilnehmenden jungen Erwachsenen wurden beispielsweise grundlegende IT-Kenntnisse vermittelt. 50% der Jugendlichen gründeten daraufhin Mikrounternehmen oder fanden Arbeit. Entstanden ist dabei auch ein Buch mit den berührenden Lebensgeschichten dieser jungen Menschen.

Auch für das Projekt «EnRedAndar» sind weitere Spenden sinnvoll und herzlich willkommen.